Der Angebotspreis ist nicht der gesamte Kaufaufwand. Vor einer Unterschrift sollten Käufer alle voraussichtlichen Gebühren und Folgekosten kennen. Die folgende Übersicht erklärt die häufigsten Positionen.
Welche Kaufnebenkosten sind typisch?
| Kostenart | Grundsätzliche Einordnung |
|---|---|
| Tapu Harcı (Grundbuchgebühr) | Bei einem üblichen Verkauf grundsätzlich je 2 % für Käufer und Verkäufer auf die maßgebliche Bemessungsgrundlage. |
| Maklerprovision | Für die Kaufvermittlung insgesamt grundsätzlich maximal 4 % des vereinbarten Kaufpreises zuzüglich Umsatzsteuer. Die Verteilung richtet sich nach der Vereinbarung und den gesetzlichen Regeln. |
| Grundbuch-Verwaltungsentgelt | Je nach Transaktion und den jeweils geltenden Tarifen. |
| Dolmetscher / Übersetzung | Wenn die amtliche Abwicklung oder Dokumente eine Übersetzung erfordern. |
| Wertermittlung / Gutachten | Falls im jeweiligen Fall vorgeschrieben oder für die eigene Risikoanalyse sinnvoll. |
| DASK-Versicherung | Prämie nach aktuellen Tarifdaten und Objektmerkmalen; bei versicherungspflichtigen Objekten rechtzeitig vor dem Eigentumsübergang. |
| Bank und Transfer | Abhängig von Zahlungsweg, Währung und beteiligten Banken. |
| Einrichtung und Versorgungsanschlüsse | Abhängig von Ausstattung, Verträgen und gewünschtem Service. |
Beispiel: Tapu Harcı bei 150.000 €
Bei einer rein rechnerischen Bemessungsgrundlage von 150.000 € entsprechen 2 % für den Käufer 3.000 € und weitere 2 % für den Verkäufer 3.000 €. Dies ist kein verbindlicher Kostenanschlag: Tatsächliche steuerliche Grundlagen, Währungsumrechnung und die konkrete Transaktion müssen gesondert geprüft werden.
Welche Kosten laufen später weiter?
Hausgeld (Aidat), Strom, Wasser, Internet, lokale Steuern, Versicherungen und gelegentliche Sonderumlagen können die Gesamtbelastung erheblich beeinflussen. Je aufwendiger die Gemeinschaftsanlage, desto wichtiger ist der Blick auf das regelmäßige Hausgeld.
Wie lässt sich die Kostenplanung absichern?
Fordern Sie vor Vertragsabschluss eine schriftliche Übersicht der bekannten Kaufnebenkosten sowie eine Klärung der Maklerprovision. Reservieren Sie zusätzlich einen Puffer für technische Prüfung, Einrichtung und Unvorhergesehenes.
